Die Oase Bahariya liegt rund 370 km von Kairo entfernt in Ägyptens Westlicher Wüste, mit Dattelpalmen, heißen Quellen und Dörfern in ihrem Zentrum. Von hier führen 4x4-Pisten zu den Vulkanhügeln der Schwarzen Wüste und zu den Kreideformationen des Nationalparks Weiße Wüste.
Ausflug Oase Bahariya: Reisezeit und Planung
Die beste Zeit für einen Ausflug Oase Bahariya ist von Oktober bis April. Dann sind die Tage in der Westlichen Wüste angenehm warm, während die Nächte deutlich kühler werden können; eine warme Jacke gehört deshalb ins Gepäck. Im Sommer ist die Hitze in der Wüste tagsüber sehr stark, und Ausflüge beginnen am besten früh. Frühling und Herbst bieten die angenehmsten Temperaturen für Fahrten im Gelände.
Die Oase liegt rund 370 km von Kairo entfernt, die Anreise nimmt also einen guten Teil des Tages in Anspruch. Planen Sie deshalb lieber zwei Tage ein, damit Sie die Schwarze Wüste und die Kreideformationen der Weißen Wüste ohne Eile erleben und die Wüste auch im Licht des späten Nachmittags sehen. Die 4x4-Pisten beginnen direkt in der Oase. So erleben Sie die Landschaft nicht nur aus dem Fahrzeug, sondern haben Zeit für kurze Spaziergänge zwischen den Felsen.
Nicht verpassen sollten Sie die dunklen Vulkanhügel der Schwarzen Wüste, ein Bad in einer der heißen Quellen zwischen den Dattelpalmen und die Weiße Wüste bei Sonnenuntergang, wenn die hellen Felsen in warmen Farben leuchten. Hintergründe zu Ägyptens Stätten und Naturlandschaften finden Sie auf dem offiziellen Denkmalportal Ägyptens. Bringen Sie Sonnenschutz, festes Schuhwerk und eine Kamera mit, denn die Formen der Wüste wechseln mit jedem Kilometer.
Ihr Ausflug Oase Bahariya: Anreise, Ablauf und Ausrüstung
Die Fahrt von Kairo führt über eine Wüstenstraße nach Westen, vorbei an weiten Sand- und Geröllflächen. Hauptort der Oase ist Bawiti, ein ruhiges Städtchen mit Palmengärten, kleinen Läden und einfachen Unterkünften. In der Wüste selbst fahren Sie nicht selbst: Die Pisten erfordern ein Geländefahrzeug und einen ortskundigen Fahrer, der die Wege durch Sand und Fels kennt.
Ein Beispiel für zwei Tage: Am ersten Tag erreichen Sie die Oase, stärken sich und fahren am Nachmittag in die Schwarze Wüste, deren Hügel wie mit dunklem Vulkangestein bestreut wirken. Auf dem Weg nach Süden liegt der Kristallberg, ein Felsrücken voller Quarzkristalle. Gegen Abend erreichen Sie die Weiße Wüste, wo die Kreidefelsen im letzten Licht ihre Farbe wechseln. Der zweite Tag bleibt für eine heiße Quelle, einen Spaziergang durch die Palmengärten und die Rückfahrt.
Die Oase ist für ihre Datteln und Oliven bekannt. Probieren Sie frische Datteln, einfache Gerichte mit Linsen, Reis und Gemüse und den süßen Tee, der in der Wüste zu jeder Pause gehört. Bahariya ist zudem für das Tal der goldenen Mumien bekannt, einen Friedhof aus griechisch-römischer Zeit, der in den 1990er-Jahren entdeckt wurde.
Kleiden Sie sich nach dem Zwiebelprinzip: tagsüber leichte, langärmelige Kleidung gegen die Sonne, abends Pullover und Jacke. Ein Tuch schützt vor Wind und Sand, geschlossene Schuhe sind auf den Felsen angenehmer als Sandalen. In den Dörfern der Oase ist zurückhaltende Kleidung üblich. Im Nationalpark gilt: Nehmen Sie keine Steine oder Fossilien mit und lassen Sie keinen Abfall zurück, damit die Landschaft so bleibt, wie Sie sie vorgefunden haben.
Packen Sie für die Wüste außerdem ausreichend Wasser, eine Stirn- oder Taschenlampe für den Abend, eine Powerbank und Feuchttücher ein. Der Mobilfunkempfang kann abseits der Oase schwach sein, nutzen Sie die Zeit also, um das Telefon einmal wegzulegen. Für Fotos ist das Licht am frühen Morgen und am späten Nachmittag am schönsten, mittags wirken die Felsen dagegen flach und grell.